Ausbildungscluster und internationale Unternehmensansiedelung


Ein wichtiger Teil des Regionalentwicklungsplan von Puntas de José Ignacio ist die Bildung eines Clusters europäischer Handwerker. Im Zuge der Rekonstruktion der Jesuitenreduktion wird an die Geschichte der Jesuiten in Südamerika angeknüpft, die vor 300 Jahren europäische Handwerkskunst und Know-How von Uruguay bis Bolivien „exportiert“ haben.

 

Heute erleben wir weltweit ein immer stärker werdendes Interesse an der dualen Ausbildung wie sie in Deutschland und Österreich praktiziert wird. Mit staatlicher Unterstützung von Ministerien, Kammern und Entwicklungsagenturen sowie durch zahlreiche Vereine und

Organisationen wie beispielsweise das Senior Experten Service (SES) wird deutsches Know-How in vielen Ländern erfolgreich weitergeben.

 

Zum einen richtet sich der Cluster an deutschsprachige Handwerker, die Ihre Berufserfahrung im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit an lokalen Produzenten weitergeben möchten. Eine erfahrene Cluster-Arbeitsgruppe bietet interessierten Projektteilnehmern und aktiven Partnern ein unternehmerisches Begleit- und Betreuungsservice an, wodurch das Risiko von Projektabbrüchen minimiert wird. Zum anderen werden lokale Betriebe angesprochen, die Interesse an einer qualitativen Ausbildung ihrer Mitarbeiter haben und im historischen Dorf Werkstätten betreiben.

 

Diese Kooperationen zwischen uruguayischen und österreichischen Betrieben werden begleitet und von öffentlichen Fördergelder seitens der EU bzw. den Nationalstaaten unterstützt. Durch die Perfektionierung der handwerklichen Künste wird die Wertschöpfung in der Region signifikant erhöht die Ansiedelung von Klein- und Mittelbetrieben in Traditionsbranchen erreicht.